Jesus Christus hat in seiner Person das Priestertum des Alten Bundes abgelöst. Nun müssen Gott nicht mehr stets neue Opfer dargebracht werden. Der alleinige Priester Jesus Christus hat am Kreuz das unüberbietbare endgültige Opfer zur Erlösung der Menschen dargebracht. Dieses entfaltet seine Wirksamkeit vor allem dadurch, daß es immer neu auf den Altären des ganzen Erdkreises gegenwärtig gesetzt wird. Durch die Priester erhalten geeignete, ausgewählte Männer die Vollmacht, als „zweiter Christus“ den Dienst des Lehrens, des Heiligens und des Leitens in der Person Christi auszuüben.

 

Das Weihesakrament wird in drei Stufen gespendet:

Der Diakon darf die Taufe spenden, den Beerdigungsritus leiten, die heilige Kommunion austeilen und zur Verehrung aussetzen. Hierbei darf er auch den sakramentalen Segen erteilen. Zum Amt des Diakons sind auch verheiratete Männer zugelassen sofern die Ehefrau zustimmt.

Der Priester hat die Vollmacht, in der Eucharistiefeier Brot und Wein in Leib und Blut Christi zu wandeln, im Bußsakrament die Sünden zu vergeben und die Krankensalbung zu spenden. Mit bischöflicher Erlaubnis darf er auch das Sakrament der Firmung spenden.

Der Bischof hat allein die Fülle des Weiheamtes inne. Er ist der reguläre Spender der Firmung und nur er darf das Weihesakrament spenden. Innerhalb des Bischofkollegiums nimmt der Papst als Bischof von Rom und Nachfolger des heiligen Petrus eine besondere Stelle ein.