Jesus sagt über die Ehe: „Habt ihr nicht gelesen, daß der Schöpfer die Menschen am Anfang als Mann und Frau geschaffen hat und daß er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.“ (Mt 19, 4-6)

 

Das Sakrament der Ehe spenden sich die Ehepartner gegenseitig vor einem Vertreter der Kirche (Priester oder Diakon). Kommt eine gültige Eheschließung zustande, ist die Ehe unauflöslich. Wer Zweifel an der Gültigkeit seiner Ehe hat, kann diese durch ein kirchliches Ehegericht prüfen lassen und gegebenenfalls eine Annullierung beantragen.

Der Katholik heiratet nur gültig in der katholischen Kirche, selbst wenn er einen Andersgläubigen heiratet. Ist dies nicht möglich, muß beim Bischof eine Dispens von der Formpflicht beantragt werden.

Wer heiraten möchte, sollte ein halbes Jahr vorher mit dem Pfarramt Kontakt aufnehmen und klären, ob die Kirche zum gewünschten Zeitpunkt frei ist und welcher Geistliche die Trauung hält. Empfehlenswert ist die Teilnahme an eintägigen Ehevorbereitungsseminaren; eine Broschüre mit Terminen erhalten Sie im Pfarramt. Einige Wochen vor der Trauung findet dann das Traugespräch statt. Dabei wird über das kirchliche Eheverständnis informiert, das Ehevorbereitungsprotokoll ausgefüllt sowie der Traugottesdienst (biblische Lesungen, Lieder, Fürbitten) geplant. Katholiken brauchen von der Pfarrei, wo sie getauft wurden einen Taufschein, der nicht älter als ein halbes Jahr sein darf.